Ankunft
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- Kategorie: China
- Erstellt am Donnerstag, 19. März 2009 23:00
Der Donnerstag war irgendwie ein schlimmer Tag. Ich hab mich zwar gefreut auf China, doch fiel mir das Abschied nehmen nicht leicht.
Unsere Nachbarn haben uns noch zugewunken, als uns das Taxi pünktlich um 15 Uhr abholte. Eine gute Stunde später standen wir mit Sack und Pack in München am Flughafen.
Mittlerweile ging es mir wieder besser. Die Heulerei hörte auf und ich schaute nur noch nach vorne. Wir checkten gleich ein, damit wir unseren Berg Gebäck los waren. Wir hatte ein klein wenig Übergebäck, doch das war kein Problem.
Dann kamen noch Gabriels Schwester Beatrix und ihr Freund Tom, um sich noch von uns zu verabschieden. Die wohnen ja in München und schauten noch vorbei. Das hat uns sehr gefreut und somit viel die Warterei leichter.
Die Zeit verging ziemlich schnell und es hieß zum letzten Mal AUFWIEDERSEHEN! Wir mussten zu Gate H08. Dort angekommen fast die ganze Wartehalle von mit Chinesen. Ist ja klar, der Flieger ging ja schließlich nach Peking. Und wir wurden zum ersten mal so richtig angegafft von den Chinesen. Ein kleine Kostprobe, damit wir uns schon mal auf China einstellen können.
Für die Kinder war allein schon der Flughafen und die Flieger sehr spannend und sie konnten es ja kaum erwarten, bis wir endlich im Flieger saßen. Wir hatten zwei Fensterplätze. Lukas am Fenster und Gabriel daneben. Dahinter saßen Victoria am Fenster und ich daneben. Als wir dann in der Luft waren, schiefen die Kinder auch bald ein. Lukas schlief noch bevor das Abendessen kam und wurde erst ca. 9 Stunden später, also kurz vor dem Frühstück wieder munter. Die Victoria hat noch gegessen und dann schlief auch sie. Ich weckte sie dann zum Frühstück. Der Flug war ruhig und die Kinder waren brav wie zwei Engelchen. Was will man mehr.
Als wir vom Flieger draußen waren, mussten wir durch die Paßkontrolle. Alles lief gut, immerhin hatten wir ja unser Visum im Paß. Victoria flirtete schon mit den ersten Chinesen. Nach der Paßkontrolle müssen alle in eine Zug, denn das Hauptgebäude des Flughafens ist ein Stück weg. Dort konnten wir dann unsere Koffer abholen.
Wir hatten dann zwei Gebäckstücke auf dem Wagerl, da kam ein junger Chinese auf mich zu und sprach mich an. Auf Deutsch, worüber ich ganz erstaunt war, denn selbst englisch sprechen nur ganz selten Chinesen. Der sprach mich sogar auf Deutsch an. Er meinte, ich hätte seinen Koffer. "Nein, nein, nein, das ist meiner!" Er schaute noch ein bißchen um uns rum, meinte dann, dass seiner aber genau gleich ausschaut. ??? Das gibt es doch gar nicht. Ich habe meinen in Kufstein gekauft. Da kann doch nicht der den gleichen Koffer haben. Ich gab den Koffer nicht her, denn ich wusste, dass es unsriger war. Er ging. Kurze Zeit später kam er wieder. Auf seinem Wagerl war genau der gleiche Koffer wie unserer. Er entschuldigte sich für das Mißgeschick und wollte mir nur zeigen, dass er wirklich den gleichen als wir haben. Ich fand die Sache ganz witzig, was man nicht alles gleich am ersten Tag erlebt.
Nach kurzem Suchen fanden wir auch den Taxifahrer, den Gabriel seine Arbeitskollegen geischickt hatten. Wir mussten uns aufteilen, da wir nicht alle in einem samt Gebäck platz hatten. Also fuhren Gabriel und Lukas in einem Taxi und Victoria und ich im anderen. Der Fahrer wusste, wohin wir mussten, konnte aber leider kein Wort englisch, also verlief die Fahrt recht schwiegsam. Victoria hab bald eingeschlafen. Ich fand es sehr aufregend, einfach aus dem Fenster zu schaun, zu schauen, wie es denn aussieht in China. Aber auch mir fielen bald die Augen zu. Nach ca. einer Stunde sind wir dann Angekommen. Langfang, International Hotel - unsere vorläufige Endstation. Unsere Fahrer wurden bezahlt. 200 RMB - das sind ca. 20 Euro, für eine Fahrt, die etwas länger als eine Stunde dauerte.
Das Hotel, eine wirkliche Nobelbude. Das Gebäck holte gleich der Gebäck-Mann. Auf einen roten Tepich ging es ein paar Stufen rauf und dann zur Rezeption. Alle Chinesen kamen gleich her und umschwirrten uns. Vor allem die Kinder. Die waren alle aus dem Häuschen. Wir bekamen unser Zimmer zugewiesen. Im 7. Sock. Es gibt hier leider kein Familienzimmer, deshalb haben wir jetzt zwei Doppelzimmer nebeneinander. Die Zimmer sind sehr sehr schön und luxuriös. Wir packten ein paar Sachen aus, vor allem die Spielsachen für die Kinder. Dann gingen wir mal duschen. Danach fühlten wir uns gleich besser.
Am späten Nachmittag dann die erste Entdeckungstour in China. All zu weit ging es noch nicht. Doch China ist sooo anders als Europa, da kann man nur schrittweise sich wagen. Wir gingen zu Fuß zum Supermarkt, der in der Nähe ist. Doch das war für heut genug Abenteuer. Allein schon der Weg dort hin. Alle drehten sich nach uns um. Wir hatten richtig Angst, dass die Radfahrer gegen den Baum fuhren. Kurz vor dem Supermarkt mussten wir über eine größere Kreutzung rüber. Puh, das war was. Es ist zwar eine ampelgeregelte Kreutzung, doch die Chinesen fahren, wie sie wollen. Auf die Hupe und wird schon gut gehen. Auch wenn die Fußgängerampel auf grün ist, darf man auf keine Fall gehen. Und wenn man dan losgeht, dann rennt man am besten so schnell wie möglich über die Straße, bevor der nächste "farbenblinde" Chinese daherfährt. Am leichtesten geht es, wenn schon viele Chinesen am Zebrastreifen warten, dann wühlt man sich am besten mitten rein und geht dann mit dem ganzen Rudel über die Straße. Das ist am Sichersten.
Irgendetwas bestimmtes mussten wir nicht kaufen. Gabriel wollte mir nur zeigen, wo ich einkaufen kann, wenn er in der Arbeit ist. Uns blieb der Mund offen stehen. Wenn man rein geht, dann türmen sich als erstes Obst und Gemüse ohne Ende. Viele davon kannten wir nicht und mussten mal etwas genauer schaun.
Nach dem Obst kam der "Kleintierzoo". Zumindest glaubten das die Kinder, denn die haben das nicht so ganz kapiert, dass die ganzen Tiere zum essen da sind. Wir haben erst mal gar nicht viel gesagt, den wir wollen sie nich all zu sehr schockieren. Da steht ein Aquarium neben dem anderen. Alles voll mit Fischen jeder größe, jeder Art, lang, dick, kurz, groß, klein, schmal. Daneben ein Netz, womit man die Tiere rausfängt und dann mitnimmt, natürlich zum Essen. Es gibt auch Schildkröten, Krebse, Aale.... natürlich alles lebend. Victoria stand so vor den Aquarien und schaute, da sprang plötzlich ein Fisch raus und ihr sozusagen vor die Füße. Da standen wir alle mit offenem Mund da. Der Fisch sprang auf dem Boden rum. Da kam auch schon ein Angestellter, fing den Fisch mit dem Netz ein und schmiss ihn wieder zurück in das Aquarium. Dort kann er auf eine Käufer warten.
Es hängen riesen Brocken Fleisch rum, ja eigentlich fast genze Schwein, oder was weiß ich was das für Tiere sind. Der Mezger steht da und zerlegt es. Während dem Zerlegen nehmen die Leute die Teile, die sie gerne kaufen möchten. Ja, so funktioniert. Ich habe keine Zweifel, dass das Zeug nicht frisch wäre.
Wir wurden wieder angeschaut, als ob wir Außerirdische wären. Alle, ja wirklich alle Leute in dem Geschäft (und das waren viele) drehten sich nach uns um. Eine Familie mit einem Baby, wo der Mann zufällig englisch kann, sprachen uns gleich an. Und ich sah zum ersten mal die offenen Hosen der Babys und kleinen Kinder in China. Aber das werde ich ein anderes mal genauer erklären.
Wir entschieden uns für drei Sachen. Lukas wünschte sich unbeding eine Wassermelone, Victoria so etwas ähnliches wie Actimel. Wir konnten zwar nicht richtig lesen, was drauf stand, aber es ist das richtige drinnen. Gabriel und ich entschieden uns für die Dragon Fruit. Die wollten wir mal ausprobieren.
Die Drachenfrucht schmeckt lecker. Süß und weich. Von außen ist das eine rosarote Kugel und drinnen wie ein Kiwi, nur andere Farben und schmeckt auch anders. Aber lecker.
Im Hotel suchen die ganzen Angestellten eine Grund, warum sie bei uns vor der Zimmertür stehen können und die Kinder anschauen können. Die erste kam mit einem Obstteller. Die zweite mit Blumen. Die dritte und vierte hatten Geschenke für die Kinder mit. Immer andere, denn jeder will die Kinder sehen. Aber sie sind alles sehr freundlich und nett. Die Chinesinen, die den Kindern das Geschenk brachten, fragte die Victoria auf englisch, ob ihr das den gefällt. Victoria verstand es aber nicht, sondern ging einfach hin und drückter ihr ein Busserl auf die Wange. Ich dachte, die wird gleich in Ohnmacht fallen. Die war hin und weg von der Victoria. Aber auch der Lukas ist überhaupt nicht schüchtern den Chinesen gegenüber. Wo er doch normal ein sehr Schücherner und Ruhiger ist.
Am Abend trafen wir uns mit einem Arbeitskollegen vom Gabriel. Der ist seit fast 4 Monate hier und hat eine chinesische Freundin. Li ist ihr Name. Die war auch total aus dem Häuschen, als sie die Kinder sah. Das ist das erste mal, dass sie europäische Kinder sieht. Unvorstellbar, aber wahr. Wir hatten eine Mischung aus chinesisch, englisch und deutsch am Tisch. Aber es war witzig. Die Kinder und ich lernten die ersten Wörter chinesisch von Li und Victoria lernete ihr eine deutschen Satz.
Ziemlich müde sind wir dann ins Bett gefallen. Nach ca. 3 Stunden wurde Victoria munter und kam zu uns ins Zimmer. Irgendwie waren wir dann alle munter und keiner konnte mehr einschalafen. In China war es ca. 24 Uhr. In Österreich aber erst 17 Uhr. Ich telefonierte mit Andrea und Simone über Skype. Wir schauten eine runde chinesisches Fernsehen und dann gingen die Kinder wieder schlafen. Gabriel ist mittlerweile auch eingeschlafen, doch ich bin immer noch beim Tippen. Es ist alles noch etwas durcheinander, doch das ist ja normal. Man muss sich an alles erst gewöhnen. Am Abend hat Gabriel erfahren, dass er morgen, also am Samstag doch nicht arbeiten muss. Das freute uns natürlich sehr, denn somit bin ich nicht gleich mit den Kindern allein.
So, jetzt werde ich aber doch versuchen zu schlafen.
Unsere Nachbarn haben uns noch zugewunken, als uns das Taxi pünktlich um 15 Uhr abholte. Eine gute Stunde später standen wir mit Sack und Pack in München am Flughafen.
Mittlerweile ging es mir wieder besser. Die Heulerei hörte auf und ich schaute nur noch nach vorne. Wir checkten gleich ein, damit wir unseren Berg Gebäck los waren. Wir hatte ein klein wenig Übergebäck, doch das war kein Problem.
Dann kamen noch Gabriels Schwester Beatrix und ihr Freund Tom, um sich noch von uns zu verabschieden. Die wohnen ja in München und schauten noch vorbei. Das hat uns sehr gefreut und somit viel die Warterei leichter.
Die Zeit verging ziemlich schnell und es hieß zum letzten Mal AUFWIEDERSEHEN! Wir mussten zu Gate H08. Dort angekommen fast die ganze Wartehalle von mit Chinesen. Ist ja klar, der Flieger ging ja schließlich nach Peking. Und wir wurden zum ersten mal so richtig angegafft von den Chinesen. Ein kleine Kostprobe, damit wir uns schon mal auf China einstellen können.
Für die Kinder war allein schon der Flughafen und die Flieger sehr spannend und sie konnten es ja kaum erwarten, bis wir endlich im Flieger saßen. Wir hatten zwei Fensterplätze. Lukas am Fenster und Gabriel daneben. Dahinter saßen Victoria am Fenster und ich daneben. Als wir dann in der Luft waren, schiefen die Kinder auch bald ein. Lukas schlief noch bevor das Abendessen kam und wurde erst ca. 9 Stunden später, also kurz vor dem Frühstück wieder munter. Die Victoria hat noch gegessen und dann schlief auch sie. Ich weckte sie dann zum Frühstück. Der Flug war ruhig und die Kinder waren brav wie zwei Engelchen. Was will man mehr.
Als wir vom Flieger draußen waren, mussten wir durch die Paßkontrolle. Alles lief gut, immerhin hatten wir ja unser Visum im Paß. Victoria flirtete schon mit den ersten Chinesen. Nach der Paßkontrolle müssen alle in eine Zug, denn das Hauptgebäude des Flughafens ist ein Stück weg. Dort konnten wir dann unsere Koffer abholen.
Wir hatten dann zwei Gebäckstücke auf dem Wagerl, da kam ein junger Chinese auf mich zu und sprach mich an. Auf Deutsch, worüber ich ganz erstaunt war, denn selbst englisch sprechen nur ganz selten Chinesen. Der sprach mich sogar auf Deutsch an. Er meinte, ich hätte seinen Koffer. "Nein, nein, nein, das ist meiner!" Er schaute noch ein bißchen um uns rum, meinte dann, dass seiner aber genau gleich ausschaut. ??? Das gibt es doch gar nicht. Ich habe meinen in Kufstein gekauft. Da kann doch nicht der den gleichen Koffer haben. Ich gab den Koffer nicht her, denn ich wusste, dass es unsriger war. Er ging. Kurze Zeit später kam er wieder. Auf seinem Wagerl war genau der gleiche Koffer wie unserer. Er entschuldigte sich für das Mißgeschick und wollte mir nur zeigen, dass er wirklich den gleichen als wir haben. Ich fand die Sache ganz witzig, was man nicht alles gleich am ersten Tag erlebt.
Nach kurzem Suchen fanden wir auch den Taxifahrer, den Gabriel seine Arbeitskollegen geischickt hatten. Wir mussten uns aufteilen, da wir nicht alle in einem samt Gebäck platz hatten. Also fuhren Gabriel und Lukas in einem Taxi und Victoria und ich im anderen. Der Fahrer wusste, wohin wir mussten, konnte aber leider kein Wort englisch, also verlief die Fahrt recht schwiegsam. Victoria hab bald eingeschlafen. Ich fand es sehr aufregend, einfach aus dem Fenster zu schaun, zu schauen, wie es denn aussieht in China. Aber auch mir fielen bald die Augen zu. Nach ca. einer Stunde sind wir dann Angekommen. Langfang, International Hotel - unsere vorläufige Endstation. Unsere Fahrer wurden bezahlt. 200 RMB - das sind ca. 20 Euro, für eine Fahrt, die etwas länger als eine Stunde dauerte.
Das Hotel, eine wirkliche Nobelbude. Das Gebäck holte gleich der Gebäck-Mann. Auf einen roten Tepich ging es ein paar Stufen rauf und dann zur Rezeption. Alle Chinesen kamen gleich her und umschwirrten uns. Vor allem die Kinder. Die waren alle aus dem Häuschen. Wir bekamen unser Zimmer zugewiesen. Im 7. Sock. Es gibt hier leider kein Familienzimmer, deshalb haben wir jetzt zwei Doppelzimmer nebeneinander. Die Zimmer sind sehr sehr schön und luxuriös. Wir packten ein paar Sachen aus, vor allem die Spielsachen für die Kinder. Dann gingen wir mal duschen. Danach fühlten wir uns gleich besser.
Am späten Nachmittag dann die erste Entdeckungstour in China. All zu weit ging es noch nicht. Doch China ist sooo anders als Europa, da kann man nur schrittweise sich wagen. Wir gingen zu Fuß zum Supermarkt, der in der Nähe ist. Doch das war für heut genug Abenteuer. Allein schon der Weg dort hin. Alle drehten sich nach uns um. Wir hatten richtig Angst, dass die Radfahrer gegen den Baum fuhren. Kurz vor dem Supermarkt mussten wir über eine größere Kreutzung rüber. Puh, das war was. Es ist zwar eine ampelgeregelte Kreutzung, doch die Chinesen fahren, wie sie wollen. Auf die Hupe und wird schon gut gehen. Auch wenn die Fußgängerampel auf grün ist, darf man auf keine Fall gehen. Und wenn man dan losgeht, dann rennt man am besten so schnell wie möglich über die Straße, bevor der nächste "farbenblinde" Chinese daherfährt. Am leichtesten geht es, wenn schon viele Chinesen am Zebrastreifen warten, dann wühlt man sich am besten mitten rein und geht dann mit dem ganzen Rudel über die Straße. Das ist am Sichersten.
Irgendetwas bestimmtes mussten wir nicht kaufen. Gabriel wollte mir nur zeigen, wo ich einkaufen kann, wenn er in der Arbeit ist. Uns blieb der Mund offen stehen. Wenn man rein geht, dann türmen sich als erstes Obst und Gemüse ohne Ende. Viele davon kannten wir nicht und mussten mal etwas genauer schaun.
Nach dem Obst kam der "Kleintierzoo". Zumindest glaubten das die Kinder, denn die haben das nicht so ganz kapiert, dass die ganzen Tiere zum essen da sind. Wir haben erst mal gar nicht viel gesagt, den wir wollen sie nich all zu sehr schockieren. Da steht ein Aquarium neben dem anderen. Alles voll mit Fischen jeder größe, jeder Art, lang, dick, kurz, groß, klein, schmal. Daneben ein Netz, womit man die Tiere rausfängt und dann mitnimmt, natürlich zum Essen. Es gibt auch Schildkröten, Krebse, Aale.... natürlich alles lebend. Victoria stand so vor den Aquarien und schaute, da sprang plötzlich ein Fisch raus und ihr sozusagen vor die Füße. Da standen wir alle mit offenem Mund da. Der Fisch sprang auf dem Boden rum. Da kam auch schon ein Angestellter, fing den Fisch mit dem Netz ein und schmiss ihn wieder zurück in das Aquarium. Dort kann er auf eine Käufer warten.
Es hängen riesen Brocken Fleisch rum, ja eigentlich fast genze Schwein, oder was weiß ich was das für Tiere sind. Der Mezger steht da und zerlegt es. Während dem Zerlegen nehmen die Leute die Teile, die sie gerne kaufen möchten. Ja, so funktioniert. Ich habe keine Zweifel, dass das Zeug nicht frisch wäre.
Wir wurden wieder angeschaut, als ob wir Außerirdische wären. Alle, ja wirklich alle Leute in dem Geschäft (und das waren viele) drehten sich nach uns um. Eine Familie mit einem Baby, wo der Mann zufällig englisch kann, sprachen uns gleich an. Und ich sah zum ersten mal die offenen Hosen der Babys und kleinen Kinder in China. Aber das werde ich ein anderes mal genauer erklären.
Wir entschieden uns für drei Sachen. Lukas wünschte sich unbeding eine Wassermelone, Victoria so etwas ähnliches wie Actimel. Wir konnten zwar nicht richtig lesen, was drauf stand, aber es ist das richtige drinnen. Gabriel und ich entschieden uns für die Dragon Fruit. Die wollten wir mal ausprobieren.
Die Drachenfrucht schmeckt lecker. Süß und weich. Von außen ist das eine rosarote Kugel und drinnen wie ein Kiwi, nur andere Farben und schmeckt auch anders. Aber lecker.
Im Hotel suchen die ganzen Angestellten eine Grund, warum sie bei uns vor der Zimmertür stehen können und die Kinder anschauen können. Die erste kam mit einem Obstteller. Die zweite mit Blumen. Die dritte und vierte hatten Geschenke für die Kinder mit. Immer andere, denn jeder will die Kinder sehen. Aber sie sind alles sehr freundlich und nett. Die Chinesinen, die den Kindern das Geschenk brachten, fragte die Victoria auf englisch, ob ihr das den gefällt. Victoria verstand es aber nicht, sondern ging einfach hin und drückter ihr ein Busserl auf die Wange. Ich dachte, die wird gleich in Ohnmacht fallen. Die war hin und weg von der Victoria. Aber auch der Lukas ist überhaupt nicht schüchtern den Chinesen gegenüber. Wo er doch normal ein sehr Schücherner und Ruhiger ist.
Das Geschenk für die Kinder. Ein Korb aus Papier gefaltet, wo alles gefaltete Tiere oder Blumen drin sind.
Am Abend trafen wir uns mit einem Arbeitskollegen vom Gabriel. Der ist seit fast 4 Monate hier und hat eine chinesische Freundin. Li ist ihr Name. Die war auch total aus dem Häuschen, als sie die Kinder sah. Das ist das erste mal, dass sie europäische Kinder sieht. Unvorstellbar, aber wahr. Wir hatten eine Mischung aus chinesisch, englisch und deutsch am Tisch. Aber es war witzig. Die Kinder und ich lernten die ersten Wörter chinesisch von Li und Victoria lernete ihr eine deutschen Satz.
Ziemlich müde sind wir dann ins Bett gefallen. Nach ca. 3 Stunden wurde Victoria munter und kam zu uns ins Zimmer. Irgendwie waren wir dann alle munter und keiner konnte mehr einschalafen. In China war es ca. 24 Uhr. In Österreich aber erst 17 Uhr. Ich telefonierte mit Andrea und Simone über Skype. Wir schauten eine runde chinesisches Fernsehen und dann gingen die Kinder wieder schlafen. Gabriel ist mittlerweile auch eingeschlafen, doch ich bin immer noch beim Tippen. Es ist alles noch etwas durcheinander, doch das ist ja normal. Man muss sich an alles erst gewöhnen. Am Abend hat Gabriel erfahren, dass er morgen, also am Samstag doch nicht arbeiten muss. Das freute uns natürlich sehr, denn somit bin ich nicht gleich mit den Kindern allein.
So, jetzt werde ich aber doch versuchen zu schlafen.






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